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DIE TIEFE ATMUNG

 

Es gibt eine Kosmische Energie, die das ganze Universum bewegt und erhält.  Die verschiedenen Energieformem sind nichts anderes als die Offenbarungen derselben: Schwerkrft, Lebens-, Elektrische, magnetische, atomische Kraft, usw.

Die Kosmische Energie, wie sie sich sowohl in den Lebewesen als auch in den Pflanzen und Tieren offenbart, wird mit dem Namen Lebenskraft versehen, und besitzt zwei Pole: den positiven, der durch die Lebewesen der Luft, und den negativen, der durch die Lebensmittel erreicht wird.  Die Hindus kannten diese Kosmische  In der Bibel lesen wir, dass der Schöpfer in den Nasenlöchern des Menschen den Atem des Menschen belebt hat.  In den Veden finden wir: “Ohne Atmung gibt es kein Leben auf der Erde”.  Die Schüler des Hermetismus im Antiken Ägypten kannten dieses Thema ebenfalls durch “Das Buch der Atmung”.

In diesen Lektionen warden Sie lernen, dass der Mensch nicht mehr weiss, wie man atmet, und deshalb erkrankt er häufig, altert vorzeitig und stirbt jünger, denn ausserdem, dass die Atmung eine enfache Funktion ist, die ohne dass es notwendig ist, dass wir sie durch unser Bewusstsein kontrollieren, vor sich geht, ist sie die wichtigste Funktion für das Gewinnen der Lebenskraft (Vitalität).

Der gemeine Mensch besitzt eine schnelle, kurze und unregelmässige Atmung, die die Lungen nicht vollständig füllt und die Luft hinterlässt, was schlecht für den Organismus ist.

Diese, seine fehlerhafte Atmung eignete er sich durch seine falsche Lebensweise an: negative Gefühle (Angst, Zorn, Ängstlichkeit, usw.), enge Kleider, verspannte und nervosa Muskeln, zuviel Arbeit, sitzende Lebensweise, schlecht Haltung des Körpers während der Arbeit, usw.

Die Luft der grossen Metropolen, die von Schornsteinen der Fabriken, dem Abgasen der Autos, der Ansammlung Abwässern, dem Staub der Strassen, verschmutzt ist, all das bewirkt ebenfalls, dass der Organismus seine Atmungsfunktion einschränkt.

Auf der anderen Seiten bewirkt die balsamische Landluft, die reine Luft der Berge, die Luft, die wir in den Wäldern und an den Meeresküsten antreffen, dass sich die Lungen von selbst füllen.

Wenn wir also die Gesundheit und die jugensliche Frische erhalten wollen, müssen wir täglich einige Minuten darauf verwenden, einige Atmungsübungen auszuführen.

PRAXIS: Sitzend oder sogar liegend, wichtig ist nur, dass der Brustkorb sich in aufrechter Haltung befindet, entspannen Sie die Muskeln und richten Sie all Ihre Gedanken auf die Übung.  Fangen Sie immer mit dem Ausatmen an, um dadurch die verbrauchte Luft aus den Lungen zu stossen.

Einatmung: Atmen Sie langsam und tief ein, und schenken Sie den Bewegungen der Lungen Achtung, dass diese ohne Mühe und Spannung, sondern natürlich und mühelos sind.

Zurückhaltung: Halten Sie die Luft in den Lungen, bis Sie die Notwendigkeit verspüren, Sie auszuatmen.  Versuchen Sie die Atmung durch Ihren Willen, Ihre innere Kraft, zu kontrollieren, nicht mit Muskelkraft, indem Sie die Körperuskeln anspannen oder Grimassen schneiden.

Ausatmung: Atmen Sie die Luft sehr langsam aus, in der selben Zeitdauer wie bei der Einatmung, damit diese Phase gut ausgeführt wird, und wir alle verbrauchte Luft aus den Lungen ausstossen.

Die Zurückhaltung soll so lange wie möglich ausgedehnt warden.  Nach einigen Monaten der Praktik sollen wir versuchen, die Luft eine Minute oder länger zurückzuhalten.

In den ersten Tagen zählen Sie folgendermassen: Einatmung 5 Sekunden; Zurückhaltung 10, 15, 18 … Sekunden;  Ausatmung: 5 Sekunden.  Nach mehreren Monaten der Praxis: 15-25-15, zum Beispiel.  Jeder Schüler sollten sich einen Zeitabschnitt aneignen, der seinem Atmungsvermögen entspricht und dennoch mit den Anleitungen, die wir geben, übereinstimmen.

Üben Sie viel, damit Sie lernen, die Luft für unge Zeit in den Lungen zurückzuhalten, nachdem Sie tief eingeatmet haben, denn bestimmte körperliche Übungen, die wir in der Zukunft lehren werdem, benötigen eine spezielle Energie, damit sie gut ausgeführt wer können.   Diese Phasen der tiefen Atmung müssem so ausgeführt werden, als wären sie eine einzige, mühelose und harmonische Bewegung.

Nachdem Sie die Übung gut beherrschen, muss noch eine vierte Phase hinzugefügt werden, das heist, die Lungen die gleiche Zeitdauer, wie bei der Rückhaltung, wo die selbigen voll von Luft sind, leer zu halten.   Einige bevorzugen die dritte Übung, andere die vierte.   Sowohl die eine as auch die andere sind gut.

Widmen Sie den Atmungsübungen täglich einen Zeitabschnitt von 3-5 Minuten.

Der Rosekreuz braucht sich nicht damit zu beschäftigen, die dutzenden Übungen, die die Orientalen besitzen, kennenzulernen, denn diese gehen nicht über Ausweitungen oder Variationen derselben hinaus, das einzige was sich ändert, sind die Zeitabschnitte der verschiedenen Phasen und einige sind von bestimmten Meditationen begleitet.

Diejenigen, die irgendein Problem mit den Lungen oder dem Herz haben, sollen einen Arzt zu Rate ziehen, bevor sie die vorgeschriebenen Übungen machen.

Bei den ersten Atmungsübungen fühlen wire in gewisse Schwindelgefühl und ein Gefühl, das dem einer Vitaminspritze in die Adern ähnlich ist; dies geschieht wegen des überschusses an aufgenommener Energie.   Nach einigen Übungen gewöhnt sich der Organismus daran, grosse Ströme von Lebenskraft aufzunehmen.

In den geschlossenen Bereichen, sei es im Heim, im Büro oder beim Transport, wird die Luft schnell verbraucht, lassen Sie deshalb die Fenster weit offen, damit die Luft sich standing erneuern kann.

Wenn Sie ihre Lungen von der verbrauchten Luft reinigen müssen, weil Sie sich in einer Umgebung mit verbrauchter Luft befanden oder wegen irgendeines anderen Grundes, verfahren Sie wie folgt: füllen Sie die Lungen und halten Sie die Luft zurück, gemäss den vorherigen Angaben, und antmen Sie die Luft danach mit mehreren starken Luftstössen aus, den Mund halb offen, aber ohne die Backen zu blähen.

Das ganze Universum befindet sich in ständiger Bewegung und Vibration – von den Atomen bis hi zu den Sternen.  Dennoch geschieht die weltumfassende Bewegung gemäss dem Kosmischen Rhythmus, der vom Schöpfer und der Göttlichen Hierarchie eingeführt wurde.

Die Bewegung der Sterne, Die Systole und die Diästole des Herzens, die Flut und die Ebbe der Meere, die Tage und Nächte der Erde, alles gehorcht den rhytyhmischen Gesetzen.

Die Atmung des Menschen ist unregelmässig und es ist dennoch notwenig, dass man während den Atmungsübungen die Lungen im Rhythmus und mit Regelmässigkeit bewegt.  Darum sollten wir hierzu die Zeiteinheiten anhand dem Ticken eines Weckers zählen oder anhand den Herzschlägen, die am Puls gemessen werden.  Und auf diese Weise werden wir den Kosmischen Rhythmus annehmen.

Der Okkultist benützt seine Willenskraft um sich vorzustellen und zu wünschen, dass die Lebenskraft von seinem Organismus angezogen und in ihm gespeichert wird.  Es ist der Überschuss dieser Kraft, der die Entwicklung der psychischen Fähigkeiten ermöglicht.

Geliebter Lehrling, halten Sie sich diese Gedanken während Ihrer Übungen immer vor Augen.

Stellen Sie ich beim Einatmen vor, dass Sie in Harmonie mit der Quelle des Lebens sind, und die Kosmische Energie aufsaugen.  Stellen Sie sich versunken im Ozean der Kosmischen Energie vor, welchen Sie durch Ihre Nasenlöcher und sogar durch Ihre Hautzellen im Überfluss aufsaugen.

Stellen Sie sich beim Zurückhalten der Luft vor, dass sich die Lebenskraft über Ihren ganzen Körper ausbreitet und Ihren Körper verjüngt.

Stellen Sie sich Ausatmen vor, dass alle Ihre Leidenm, Gifte, Krankheiten, Sorgen mit der verbrauchten Luft ausgestossen werden.

Bei richtiger Atmung saugen wir ungefähr 1500 cm³ Luft ein, während der gewöhnliche Mensch bei der Atmung nur 500 cm³ einsaugt, also nur ein Drittel seines Atmungsfassungsvermögens ausnützt.

Atmen Sie nur durch die Nase ein: Falls Sie oder irgendeines der Kinder in Ihrem Haus durch den Mund atmen, versuchen Sie, diese Abnormität zu berichtigen.   Die Natur hat die Nasenlöcher dazu geschaffen, die Luft einzusaugen: ihre zwei geraden und gewundenen Kanäle sind mit Haaren bewachsen, die das Eindringen von Staub und Luftverunreinigungen verhindern sollen.   Der Nasenschleim tötet die Bazillen, die sich in der Luft befinden.   Die warmen Kammern der Nase erwärmen die Luft, damit diese nicht den Wärmehaushalt des Körpers durcheinanderbringt.

Die unnatürliche Atmung des gewöhnlichen Menschen füllt die Lungn nicht vollständig: die Maenner atmen gewönlich mit der unteren Hälfte der Lunge ein, die Frauen und Weibchen unter den Tieren, mit der oberen Hälfte.   Die tiefe Atmung ermöglicht es, dass die Lebenskraft, die sich in der Luft befindet, bis zu den Millionen Zellen der Lungen vordringt.

Die Massage, die durch die Atmungsbewegungen erzeugt wird – in noch grösserem Masse während der tiefen Atmung – verhindert die Verstopfung, beugt gegen Verdauungsstörungen vor, stärkt das Herz und alle Organe des Unterleibes und des Brustkorbes.

Die Menschen, deren Atmung langsam und tief ist, besitzen Selbstvertrauen, Ausgeglichenheit, Ruhe, tiefe Gedanken, im Gegenteil zu denen, die kurz und schnell atmen, und nervös, ängstlich, empfänglich für Wunden sind.

Die Forscher sagen, dass das Gehirn das Organ ist, welches am moisten Sauerstoff braucht.  Wirklich, eine gute Atmung bewirkt klare Gedanken und erhöht unsere Denkfähigkeit und Konzentration.

Die fortdauernde Übung der tiefen Atmung führt zu wunderbaren Ergebnissen.  Ein Gefühl der Leichtigkeit, des Wohlbefindens und der Muskel – und Geisteskraft dringt in unser Wesen ein.   Der Gesichtsausdruck wird selbstvertrauter, heiterer und ruhiger;  die Augen gläzender und die Haut seidiger.

Erkältungen, ständige Müdigkeit, Blutarmut, hoher Blutdruck, Astma, Bronchitis, Lungentuberkulosis, sind Folgen einer schlechten Atmung, wie auch die negativen Gefühle wie Angst, Schwermütigkeit, Ratlosgkeit, Mangel an Selbstvertrauen, Schüchternheit.  All dies wird mit der vollständigen Atmung vermieden.  Sie reinigt das Blut regt die Funktion der inneren Drüsen an, verbessert den Stoffwechsel.  Durch die tiefe Atmung saugen wir die Kosmische Energie ein und durch sie können wir mit dem Zentrum in Verbindung treten, von wo – der Absolute, der Kosmos, gott – ausstrahlt.

 

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